Professionelle Zahnreinigung und Prophylaxe
Keine Chance für Karies & Co.
Gesunde Zähne und ein strahlend schönes Lächeln sind unschätzbare Werte, die Sie sich ein Leben lang erhalten sollten. Wichtig für die Gesundheit und die lange Lebensdauer von Zähnen und Zahnfleisch ist eine gute Mundhygiene. Karies und Parodontitis, die beiden Hauptkrankheiten von Zähnen und Zahnfleisch, werden immer durch Bakterien verursacht. Diese Erkrankungen können Sie allerdings leicht vermeiden.
Die tägliche Zahnpflege zu Hause ist sehr wichtig, reicht auf Dauer aber nicht aus. Selbst bei perfekter Zahnhygiene können sich über die Zeit Zahnbeläge an Stellen bilden, die sie nicht erreichen können, und damit Karies und Parodontitis verursachen.
Unser Praxiskonzept hilft Ihnen dabei, Ihre Zähne gesund und schön zu erhalten: Prophylaxe statt Behandlung! Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit richtiger Zahnpflege und richtiger Ernährung selbst zu Hause vorbeugen können. Und wir führen Professionelle Zahnreinigungen mit erfahrenen, geschulten Fachkräften und modernsten Geräten in unserer Praxis durch. So haben Karies und Parodontitis keine Chance.
Was bringt eine Professionelle Zahnreinigung?
Mit dieser Behandlung werden harte und weiche Zahnbeläge gründlich entfernt und damit zahnschädigende Bakterien im Mundraum minimiert. Die Bakterien organisieren sich innerhalb kurzer Zeit in einem so genannten Biofilm. Dieser ist schwer zu entfernen und muss regelmäßig z.B. mit Ultraschallgeräten zerstört werden. Da reicht die Zahnbürste zu Hause leider nicht aus. Ziel der Professionellen Zahnreinigung ist die Prävention von Karies und Parodontitis. So können Krankheiten im Mundraum verhindert werden, die möglicherweise sonst zu unangenehmen und teuren Behandlungen führen würden.
Die Gesunderhaltung Ihrer Zähne liegt natürlich zu einem Großteil in Ihrer Hand. Unsere Prophylaxeexpertinnen geben Ihnen zusätzlich zur Professionellen Reinigung auch Tipps zur zahngesunden Ernährung und zur richtigen Zahnpflege zu Hause mit Bürste, Zahnseide und sonstigen Hilfsmitteln.
Für wen ist eine Professionelle Zahnreinigung sinnvoll?
Im Prinzip für jeden. Auch bei Patienten, die eine sehr sorgfältige Zahnreinigung betreiben, gibt es Nischen, die nicht optimal erreicht und gesäubert werden. Bei Patienten mit Parodontitis ist die Professionelle Zahnreinigung sowohl vor der Parodontitis-Behandlung als auch danach unabdingbar. Patienten mit Zahnersatz oder Implantaten können durch eine regelmäßige Professionelle Reinigung der Zähne die Lebensdauer des Zahnersatzes oder der Implantate verlängern.
Wie wird die Professionelle Zahnreinigung durchgeführt?
Speziell geschulte Prophylaxefachkräfte mit langjähriger Erfahrung, die durch ständige Fortbildungen immer auf dem neuesten Stand sind, führen in unserer Praxis die Professionelle Zahnreinigung bei Ihnen durch.
Wir entfernen schmerzfrei alle harten und weichen Zahnbeläge auf den Zahnoberflächen, aber auch in den Zahnzwischenräumen und in den Zahnfleischtaschen, mit Ultraschall und Handinstrumenten. Gerade diesen Bereich erreichen Sie beim Zähneputzen zu Hause nur schwer.
Konkremente (eine Art Zahnstein) werden auch unterhalb des Zahnfleischrandes beseitigt. Die Biofilme auf den Zähnen und im oberen Teil der Zahnfleischtasche werden zerstört und den Bakterien damit der Lebensraum genommen. Auflagerungen und Verfärbungen, z.B. durch Kaffee, Tee oder Nikotin, sind nach dem Einsatz eines Pulverstrahlgerätes verschwunden.
Anschließend führen wir eine Zahnpolitur mittels rotierendem Gummikelch oder Bürste und spezieller Polierpaste durch. Zum Abschluss der Behandlung werden die Zähne durch eine Fluoridierung gestärkt. Fluorid ist ein Mineral, das in den meisten Zahnpasten enthalten ist, den Zahnschmelz härtet und so gegen Karies vorbeugt.
Die Prophylaxefachkraft kontrolliert auch, ob sich bei Ihnen an den einzelnen Zähnen Taschen im Zahnfleisch gebildet haben oder ob es an einigen Zähnen zu Zahnfleischbluten kommt.
Wie oft sollte die Professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden?
Die Professionelle Zahnreinigung ist eine sinnvolle Maßnahme für die Zahngesundheit, deren Nutzen in vielen wissenschaftlichen Studien bewiesen wurde. Sie sollten diese Behandlung mindestens zweimal im Jahr vornehmen lassen, da sich die Biofilme der Bakterien leider schnell neu formieren und zum Angriff auf die Zähne übergehen. Bei schlechten Zahn- und Zahnfleischbefunden oder Parodontitis sollten Sie die professionelle Zahnreinigung noch häufiger durchführen lassen, auch wenn z.B. eine Parodontitisbehandlung auf Dauer erfolgreich sein soll.
Fissuren-Versiegelung bei Kindern und Erwachsenen
Mancher Zahn ist von Fissuren (winzigen Spalten und Gräben) durchzogen — eine gefährliche Angriffsstelle für Karies, denn hier reicht keine Bürste hin. Tiefe Fissuren versiegeln wir deshalb mit einem speziellen, schnell härtenden Kunststoff.
Individualprophylaxe für Kinder
Für Kinder und Jugendliche gibt es ein umfangreiches Individualprophylaxe-Programm, das auch von den Kassen vom 6.-18. Lebensjahr bezahlt wird. Der Nachwuchs kann damit kariesfrei bleiben.
Zunächst werden mit Färbemitteln die Beläge für die Kinder und Jugendlichen sichtbar gemacht. So können sie selbst sehen, wo sie gründlicher putzen sollten. In einem zweiten Schritt werden die Kauflächen der neuen bleibenden Backenzähne versiegelt.
Auch bei Schwangeren und Kleinkindern gibt es einige Punkte zu beachten. Karies ist eine Infektionskrankheit, vor der Sie sich und Ihre Kinder schützen können. Fragen Sie in unserer Praxis nach. Wir informieren Sie gerne.
Zungenbelag entfernen
Frischer Atem und weniger Zahnbeläge durch Zungenreinigung
Die regelmäßige Reinigung der Zunge gehört in den meisten östlichen Ländern seit Jahrhunderten zur täglichen Mundhygiene. Obwohl der Zungenbelag als wesentlicher Auslöser für Karies und Parodontose gilt, ist diese Maßnahme bei uns eher unüblich. Die tägliche Säuberung der Zunge als rein kosmetische Maßnahme für einen angenehm frischen Atem abzutun, wäre deshalb falsch. Ähnlich wie das Zähneputzen kann sie dazu beitragen, Ihr individuelles Kariesrisiko zu reduzieren. Durch eine regelmäßige Zungenreinigung können Sie eine Verminderung des Belags um bis zu 75 Prozent bewirken. Dadurch wird auch die Neubildung von Zahnbelägen gehemmt, was letztendlich Ihre Zahngesundheit stärkt.
Eine weitere angenehme Nebenwirkung reduzierter Zungenbeläge ist eine größere Empfindlichkeit der vielen über die Zunge verteilten Geschmacksrezeptoren: Sie schmecken wieder besser.
Zur Reinigung der Zunge verwenden Sie einfach die normale Zahnbürste oder spezielle Zungenbürsten oder Zungenschaber.
Wertvolle Tipps für Ihre Mundhygiene zu Hause
Die richtige Handzahnbürste
Eine moderne Zahnbürste sollte aus gerundeten Kunststoffborsten bestehen, die eine glatte Oberfläche aufweisen. Naturborsten sind nicht zu empfehlen, auch nicht für den "Ökofreund", denn sie sind innen hohl und bieten ideale Schlupfwinkel für Bakterien und Pilze. Zudem haben sie scharfkantige Borstenenden.
Der Bürstenkopf sollte abgerundet sein, um Verletzungen am Zahnfleisch zu vermeiden. Die Bürste sollte über ein gerades Borstenfeld verfügen und damit ca. 2,5 Zähne bedecken. Deshalb sollten Sie für Kinder ein kleinerer Bürstenkopf wählen als bei Erwachsenen. Der Griff sollte möglichst dick sein, um gut in der Hand zu liegen. Zum kontrollierten Bürsten sollte der Griff keine Federelemente enthalten.
Alle drei Monate sollte die Zahnbürste aus hygienischen Gründen gewechselt werden, manchmal auch früher, sobald die Borsten nicht mehr gerade stehen und abgebogen sind. Viele Zahnbürsten haben blaue Streifen als Indikator. Wird der Streifen heller, sollte getauscht werden.
Keinen entscheidenden Unterschied macht die Stellung der Borsten. V-förmig oder gerade - das Putzergebnis bleibt dasselbe.
Für die konventionelle Handzahnbürste gilt bei Erwachsenen die "Bass-Technik" als ideal. Stellen Sie dafür die die Bürste im Winkel von 45° zum Zahnfleischrand auf und rütteln Sie anschließend mindestens zehnmal, bevor Sie die Zahnbürste in einer rotierenden Wischbewegung von rot nach weiß (rot= Zahnfleisch, weiß= Zahn) über die Zähne führen. Wiederholen Sie dies an neuer Stelle fortlaufend. Diese Technik ist am schonendsten für Zähne und Zahnfleisch.
Die elektrische Zahnbürste
Die oben beschriebenen Hinweise gelten sinngemäß auch für elektrische Zahnbürsten. Hinzu kommt, dass seit einigen Jahren die elektrische Rundkopfzahnbürste in deutschen Badezimmern Einzug gehalten hat. Bei diesem Modell wird in einer Oszillationsbewegung der Bürstenkopf schnell hin und her rotiert, je nach Modell zwischen 300 und über 1.000 mal in der Minute. Durch den sehr kleinen Bürstenkopf können Sie auch schwer zugängliche Bereiche leichter säubern. Zudem vermeiden Sie Putzfehler, da die Bürste langsam und mit geringem Andruck an der Zahnreihe entlanggeführt wird.
Die elektrische Schallzahnbürste
Die neueste Erfindung auf dem Gebiet der elektrischen Zahnbürsten ist die Schallzahnbürste. Sie schwingt mit ca. 30.000 Bewegungen pro Minute hin und her und erzeugt eine Kavitation im Speichel, ähnlich einer Schiffsschraube im Wasser. Durch die extreme Beschleunigung der Wassermoleküle ist sie sogar in der Lage, neben effektiver Belagsentfernung auch Zellmembranen von Bakterien zum Platzen zu bringen. Wenn Sie empfindliche Zahnhälse haben, empfehlen wir die Schallzahnbürste, da hier der Druck auf den Zahn am Geringsten ist.
Die beiden letztgenannten Bürsten sind der einfachen Handputztechnik eindeutig überlegen.
Zahnputzschäden
Sie treten vor allem bei falschem Gebrauch von Handzahnbürsten auf. Wird jahrelang horizontal falsch geputzt, treten keilförmige Defekte am Zahnhals auf, die bei näherer Betrachtung an das Fällen von Bäumen erinnern. Bevor diese Defekte optisch sichtbar werden, kommt es häufig zu einer Überempfindlichkeit der Zahnhälse (Kälteempfindlichkeit). Dieses horizontale Sägen auf der Außenseite sollten Sie unbedingt vermeiden. Ein anderer Putzschaden kann bei vertikaler Schrubbbewegung auftreten, wenn Sie fälschlicherweise vom Zahn zum Zahnfleisch putzen.
Ihr Zahnfleisch sieht dabei so aus, als ob ein Teppich zurückgeschoben wurde und legt sich wulstartig um den Zahnhals. Ihr Zahnhals wird dadurch freigelegt und Ihre Zähne in der Folge sehr kälteempfindlich. Kräftiges Schrubben ist nur auf den Kauflächen der Zähne erlaubt.
Zahnputztechnik für Kinder
Kinder sollten nach der K-A-I-Regel putzen, das bedeutet zuerst die Kauflächen, anschließend die Außenflächen und zum Schluss die Innenflächen der Zähne. Bei Kleinkindern sollten Sie mit dem Zähneputzen beginnen, sobald mindestens zwei Zähne nebeneinander zu sehen sind. Anfangs können Sie mit einem kleinen Lappen oder Wattestäbchen beginnen, später sollten Sie eine spezielle Baby- oder Kleinkinderzahnbürste mit kleinem Kopf verwenden.
Elektrische Kinderzahnbürsten machen nicht nur den Kindern Spaß, sondern verbessern auch das Putzergebnis. Diese Bürsten sind ab dem 2. Lebensjahr sinnvoll, wobei natürlich die Eltern bei den Kleinen putzen müssen.
Zahnseide und Zwischenraumbürsten
Nach dem Bürsten ist auch die Verwendung von Zahnseide zur Reinigung der Zahnzwischenräume, besonders bei eng stehenden Zähnen, sehr zu empfehlen. Umfragen zufolge benutzen nur zehn Prozent der Deutschen täglich Zahnseide. Falls Sie schon dazugehören, brauchen Sie nicht weiterzulesen. Ansonsten erfahren Sie hier, warum die regelmäßige Benutzung von Zahnseide so wichtig ist.
In Nordamerika macht es fast jeder, bei uns fast keiner. Zahnseide (englisch 'floss') sollte zur täglichen Mundhygiene gehören wie das Zähnebürsten. Berühmtestes Hollywoodbeispiel ist Julia Roberts im Film "Pretty Woman", die schnell noch mit der Zahnseide im Bad verschwindet, bevor Sie Richard Gere küsst.
Die normale Zahnbürste erreicht nur etwa sechzig Prozent der Zahnoberfläche. Die Zahnzwischenräume kann sie normalerweise nicht effektiv reinigen. Ebenso kann unter Brücken und um Implantate herum keine optimale Plaqueentfernung mit der herkömmlichen Zahnbürste (manuell und elektrisch) erreicht werden.
Im Zahnzwischenraum finden Karies- und Parodontitisbakterien jedoch optimale Nischen, um sich zu vermehren. Der häufigste Ausgangspunkt für Karies ist deshalb auch der Interdentalraum. Dort kann sich lange Zeit unentdeckt Zahnfäule im Zahnschmelz ausbreiten, da der Zahn von oben gesehen keinen sichtbaren Schaden aufweist und auch wir als Zahnärzte ohne zusätzliche Diagnosemethoden (Röntgen, Kariesdiagnoselampe) diese versteckte Karies nicht finden können.
Je enger und verschachtelter Ihre Zähne stehen, desto größer die Gefahr der Zahnzwischenraumkaries. Doch Vorbeugen ist relativ einfach: Mindestens einmal täglich sollten Sie zu ungewachster Zahnseide greifen. Es gibt sie von vielen Firmen und jeder bessere Supermarkt hat sie im Angebot. Besonders effektiv sind chlorhexidinhaltige Zahnseiden, da sie Plaquebakterien für mehrere Stunden ausschalten.
Sehr reißfest, aber auch ein wenig teurer, ist Zahnseide aus Goretex. Diese meist bandförmige Zahnseide hat den Vorteil, dass Sie damit eine größere Fläche reinigen und den Kontaktpunkt zwischen den Zähnen leichter überwinden können.
Zu beachten ist, dass Sie die Seide nicht zu kurz abreißen. Mindestens 30 Zentimeter sind ideal. Dann um beide Zeigefinger wickeln, mit den Daumen aufspannen, und los geht's! Es gibt auch Zahnseidenhalter, mit denen es noch einfacher ist.
Speziell für Brücken wurde die "Superfloss" Zahnseide entwickelt. Sie ist schon vorportioniert, besteht aus einem etwas steiferen Faden und einem dickeren Mittelteil aus Schaumstoff. Das Ganze kann unter Brückengliedern hindurchgefädelt werden und erreicht so eine sehr gute Reinigungswirkung.
Eng verwandt mit der Zahnseide sind Zahnzwischenraumbürsten, die besonders bei offensichtlichen Zahnlücken, starker Parodontitis mit Zahnfleischrückgang und Zahnersatz zu empfehlen sind. Die Zähne und Zahnzwischenräume sollten zusätzlich mindestens zweimal jährlich in der Zahnarztpraxis während einer Prophylaxesitzung gereinigt werden. So vermeiden Sie auf Dauer Zahnverlust durch Karies und Parodontitis und sparen sich das Geld für Füllungen und Zahnersatz.

